Vergangenheitsbewältigung durch Wahrheitskommissionen - das Beispiel Chile

Klumpp, Guido

Vergangenheitsbewältigung durch Wahrheitskommissionen - das Beispiel Chile

Reihe Berliner Juristische Universitätsschriften: Strafrecht, Band-Nr. 10
Bestell-Nr 0126
ISBN 978-3-8305-0126-8
erschienen 01.01.2001
Umfang 420
Gewicht 410 g
Preis 49,00
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Beim Umgang mit dem Unrecht überwundener Systeme hat sich – spätestens in den 90er Jahren – eine Alternative zur strafrechtlichen Aufarbeitung etabliert: die Wahrheitskommission. Am Beispiel der nach dem Ende der Pinochet-Diktatur im Jahre 1990 eingesetzten chilenischen Kommission für Wahrheit und Versöhnung werden die Vor- und Nachteile einer "Vergangenheitsbewältigung durch Wahrheitskommissionen" im Vergleich zu einer strafjustitiellen Aufarbeitung erörtert. Darüber hinaus werden rechtliche Aspekte der Ausgestaltung von Wahrheitskommissionen behandelt – etwa die Frage, ob Wahrheitskommissionen die von ihnen ermittelten Täter in ihren Abschlußberichten namentlich nennen dürfen oder nicht. Insoweit richtet sich die Arbeit vor allem an juristisch interessierte Leserinnen und Leser. Zugleich – und insoweit sind alle zeitgeschichtlich und politisch interessierten Leserinnen und Leser angesprochen – enthält die Arbeit eine ausführliche Darstellung der politischen Ereignisse in Chile vom Zeitpunkt des Putsches im Jahre 1973 bis hinein in die Gegenwart.

Guido Klumpp, geb. 1965, studierte Rechts- und Verwaltungswissenschaften in Heidelberg und Speyer. 1993–1995 Referendariat. 1995–2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, 2000 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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