Die Verfolgung des Völkermordes in Ruanda durch internationale und nationale Gerichte

Behrendt, Urs P.

Die Verfolgung des Völkermordes in Ruanda durch internationale und nationale Gerichte

Zugleich ein Beitrag zu Inhalt und Funktion des Universalitätsprinzips bei der Verfolgung von Völkerrechtsverbrechen

Reihe Berliner Juristische Universitätsschriften: Strafrecht, Band-Nr. 23
Bestell-Nr 1048
ISBN 978-3-8305-1048-2
erschienen 24.06.2005
Umfang 399
Gewicht 583 g
Preis 49,00
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Diese Arbeit untersucht die strafrechtliche Aufarbeitung des Völkermordes in Ruanda. Im Mittelpunkt steht die Besonderheit, dass neben Ruandas Strafjustiz auch ein internationales Tribunal der Vereinten Nationen über die Geschehnisse urteilt und erstmalig auch von den Ereignissen weitgehend unberührte Drittstaaten ihre strafrechtliche Zuständigkeit hierfür ausüben. Die Untersuchung dieses Dreiklangs strafrechtlicher Zuständigkeiten analysiert jeweils die völkerrechtlichen Grundlagen und stellt die Strafverfolgungstätigkeiten dar. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Funktion und Legitimation von Drittstaaten zur Anwendung ihres Strafrechts auf exterritoriale Verbrechen auf der Grundlage des Universalitätsprinzips. Ziel der Arbeit ist es, einen Diskussionsbeitrag zur fortschreitenden Internationalisierung des Strafrechts zu leisten. Daher mündet die Arbeit in eine Untersuchung des Verhältnisses der drei Zuständigkeitsebenen zueinander. Durch die Analyse der jeweiligen Vor- und Nachteile werden bestehende oder wünschenswerte Hierarchien im System der internationalen strafrechtlichen Zuständigkeit herausgearbeitet und Kriterien für Drittstaaten entwickelt.
Dr. Urs Behrendt, geboren 1973, studierte nach Abitur und Zivildienst zunächst in Aix-en-Provence Französisch, dann Jura in Saarbrücken, Bologna und Berlin, bevor er einen LL.M.-Studiengang an der UWC in Kapstadt absolvierte. Nach Abschluss des Referendariats ist er seit Juni 2005 bei Hammonds Rechtsanwälte in Berlin beschäftigt.

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