BWV - Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH
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Osteuropa-Wirtschaft Ausgabe 3 / 2010
Sowohl Wirtschaftswissenschaftler als auch Praktiker berichten und analysieren in Aufsätzen über Wirtschaftsentwicklung, Transformationsprobleme und -fortschritte, strukturelle Besonderheiten und Wirtschaftspolitik in den Ländern Mittelosteuropas und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie über Besonderheiten des Ost-West-Handels. Konferenzberichte informieren über einschlägige Fachtagungen und Buchbesprechungen halten die Leserschaft über wichtige Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Osteuropa-Wirtschaft ist damit die führende wirtschaftswissenschaftliche Spezialzeitschrift mit starker Politik- und Praxisorientierung im Bereich Ostökonomie.
Einzelheft 3/2010
0 OEW 03/2010
Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V
Aufsätze
2 Die Ökonomie und der zivilisatorische Umbruch
Die Jahre 2008 bis 2009 werden sicherlich als ein Zeitraum außergewöhnlich heftiger Auseinandersetzungen über die Rolle einzelner ökonomischer Strömungen und Schulen bei der Gestaltung der Wirtschaftsordnung in die Geschichte eingehen. Obschon die Kontroversen und die Diskussionen zu diesem Thema schon lange währen, so haben sie sich gegenwärtig doch spektakulär verschärft, vor allem unter dem Einfluss der seit 2007 in den USA einsetzenden und bis heute anhaltenden tiefreichenden Wirtschaftskrise. Die Ökonomen werfen sich gegenseitig Fehler vor, die zu einem bedrohlichen Ungleichgewicht im Weltwirtschaftssystem sowie zu wirtschaftlichem Chaos führten.
3 Produktionsverlagerung und europäische Integration
Die dynamischen Veränderungen in der europäischen Wirtschaft haben eine Desintegration des Produktionsprozesses bewirkt und die Unternehmen veranlasst, Anpassungen wie die Dislozierung einzelner Produktionsetappen oder die Auslagerung der gesamten Produktion in Billigkostenbereiche - zum Beispiel in Ostmitteleuropa - vorzunehmen. Die Aufhebung der Barrieren bei der Durchlässigkeit von Personen, Waren, Dienstleistungen, Kapital und Informationen auf dem Gebiet der EU ist u. a. eine der Ursachen dafür, dass es neben der Binnenverlagerung von Unternehmen auch zu einer Belebung der internationalen Migration kam. Die Verstärkung dieses Prozesses bedingte ein verstärktes Interesse an der Relokalisierung der Unternehmen.
4 Der Energie-Südkorridor
Die EU versucht seit 2002 den Zugang zur den Energieressourcen in der Kaspischen Region, in Zentralasien und im Nahen Osten zu öffnen, um ihre Versorgung mit primären Energieträgern zu diversifizieren. Südosteuropa spielt dabei eine wichtige Rolle als Durchgangsregion. Das europäische Erdgaspipelineprojekt Nabucco hat Russland, den bisherigen Hauptlieferanten von Erdgas für Europa, aufgeschreckt, weil es dadurch die von ihm angestrebte Quasi-Monopolstellung bei der Belieferung Europas gefährdet sieht. Gazprom unternimmt mit Unterstützung Moskaus verschiedene Versuche, Nabucco auszuspielen und vor allem auch in Südosteuropa die Erdgasversorgung zu monopolisieren. Gazproms Konkurrenzprojekte South Stream und Blue Stream könnten Nabuccco ernsthaft gefährden.
5 The Polish Economy in 2010 - After the Time of Crisis - Against the Backdrop of Other Countries
Die Studie untersucht die Lage der polnischen Wirtschaft in den Jahren 2008-2010 vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Rückgangs in den übrigen ostmitteleuropäischen Ländern. Es werden die wichtigsten Ziele des wirtschaftlichen anti-Krisen-Programms Polens sowie der anderen Länder der Region präsentiert bevor Schlussfolgerungen für die Wirtschaftspolitiken getroffen werden, die den Weg aus der Krise zeigen sollen.
6 Die Gesetzesreform zur Entwicklung des wissenschaftlichen Personals in Bulgarien: Eine ökonomische Abschätzung der Gesetzesfolgen
Im Mai 2010 wurde das Gesetz zur Entwicklung des wissenschaftlichen Personals in Bulgarien reformiert. Diese Reform ändert den institutionellen Rahmen für wissenschaftliche Karrieren. Mit Umsetzung dieser Änderungen entsteht ein dezentrales System, in dem wissenschaftliche Organisationen wesentlich mehr Autonomie bei der Vergabe von Titeln und der Erteilung von Rufen erhalten, als vor der Reform. In diesem Beitrag wird untersucht, welche Verhaltensänderungen durch die Reform bei Akteuren ausgelöst werden, die eine wissenschaftliche Karriere in Bulgarien verfolgen. Diese ökonomische Analyse des Rechts kommt zu dem Ergebnis, dass die Reform Verhaltensanreize ändert, so dass sie positive Effekte nach sich ziehen kann. Die Reform bewirkt, dass Akteure durch extrinsische Anreize motiviert werden, sich aktiver in der Forschung zu engagieren. Auf organisationaler Ebene entsteht durch die Abschaffung der zentralen nationalen Organisation zur Vergabe von wissenschaftlichen Titeln und Rufen ein intensiverer Wettbewerb zwischen Organisationen. Es sind Widerstände gegen die Reform zu erwarten und Ergebnisse, die erst langfristig erkennbar werden.
Berichte und Materialien
7 Das richtige Maß. Über die richtigen Maßstäbe des Geldes, des Geschäfts und des Lebens
Besprechungsaufsatz zum Buch von John C. Bogle "Enough. True Measures of Money, Business, and Life".
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