BWV - Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH
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Osteuropa-Wirtschaft Ausgabe 3 / 2009
Sowohl Wirtschaftswissenschaftler als auch Praktiker berichten und analysieren in Aufsätzen über Wirtschaftsentwicklung, Transformationsprobleme und -fortschritte, strukturelle Besonderheiten und Wirtschaftspolitik in den Ländern Mittelosteuropas und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie über Besonderheiten des Ost-West-Handels. Konferenzberichte informieren über einschlägige Fachtagungen und Buchbesprechungen halten die Leserschaft über wichtige Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Osteuropa-Wirtschaft ist damit die führende wirtschaftswissenschaftliche Spezialzeitschrift mit starker Politik- und Praxisorientierung im Bereich Ostökonomie.
Einzelheft 3/2009
0 OEW 03/2009
Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V
Aufsätze
2 Ordnungspolitische Dilemmata
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob der Kapitalismus als Wirtschaftslenkungsmodell ausgedient hat. Man fragt sich, ob und welche anderen Wirtschaftsmodelle den Kapitalismus ersetzen könnten, um effektiver und passender den gegenwärtigen Herausforderunge begegnen zu können. Kann die post-industrielle Zivilisation, die die Dominanz der fast 300 Jahre andauernden industriellen Zivilisation verdrängt, einen neuen Typ von Wirtschaftsordnung hervorbringen? Die dramatisch ins Wanken gebrachte Balance in der heutigen Welt erfordert die Suche nach einem Modell, das eine gewisse Symbiose zwischen wirtschaftlichem, sozialem und ökologischem Fortschritt ermöglicht. Die Ideen der sozialen Marktwirtschaft stellen so ein Referenzmodell hierfür dar, wobei sie keineswegs neu sind. Allerdings scheint die Gegenwart ihre Relevanz mehr und mehr zu bestätigen. Das Modell der sozialen Marktwirtschaft zieht alle diese Aspekte in Betracht, was für die Linderung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte und sozialen Spannungen förderlich ist. Trotzdem muss dieses Modell den sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen angepasst werden, insbesondere in den Bereichen von Macht und Entscheidungskompetenzen, die sich u.a. unter dem Einfluss der Globalisierung transformieren.
3 Von „Musterschülern und Tigerstaaten“ zu „Sorgenkindern und Pleitegeiern“ – wirtschaftspolitische Herausforderungen in den neuen EU-Mitgliedstaaten und Zukunftsszenarien für die neue EU (27)
Dieser Beitrag behandelt die gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Herausforderungen in den „neuen“ mittel- und südosteuropäischen Mitgliedstaaten der EU nach dem Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die dabei beobachteten Probleme sind vielfältiger Natur, wie die dramatisch gestiegene Arbeitslosigkeit oder tiefe finanzielle Ungleichgewichte. Ein zweiter Focus liegt in der kritischen Diskussion des EUReformvertrags und seiner Bestimmungen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um die Schockwellen der Rezession, die einen starken Einfluss auf die Marktwirtschaften der neuen Mitgliedstaaten ausüben, zu überwinden. Der dritte Teil versucht, verschiedene Szenarien der Zukunft der EU zu erarbeiten, die von „Supermacht Europa“ über „Kerneuropa“ bis hin zum Modell „Titanic“ reichen.
4 Grenzüberschreitende Kooperation zwischen deutschen und polnischen KMU: Bedingungen, Erfahrungen und Perspektiven
Die deutsch-polnischen Grenzregionen entwickeln sich heute in einem Spannungsfeld von Nähe und Distanz. Die Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze begegnen sich sowohl als Konkurrenten wie auch als Kooperationspartner gleichzeitig. Es ist an der Zeit, nach geeigneten Strategien zu suchen, um die grenzüberschreitende Kooperation spürbar auszubauen. Jedoch sind die Voraussetzungen dafür nicht leicht, weil die wirtschaftlichen Bedingungen in vielen Fällen wenig eine gegenseitig vorteilhafte Kooperation fördern. Dies resultiert daraus, dass sich die komparativen Vorteile der Unternehmen unzureichend ergänzen. Die praktischen Erfahrungen haben gezeigt, dass das Vertrauen eines der wichtigsten Ressourcen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellt. In diesem Kontext wird empfohlen, mehr grenzüberschreitende unternehmerische Netzwerke zu entwickeln, um eine verbesserte regionale Wettbewerbsfähigkeit in ausgewählten Sektoren zu erreichen. Der Beitrag will zeigen, dass ungeachtet der vollen EU-Mitgliedschaft Polens die meisten deutschen und polnischen KMU ihrer ökonomischen Aktivitäten geographisch eng begrenzt haben innerhalb ihrer eigenen nationalen Wirtschaften oder der eigenen Grenzregion.
5 Alte Ideen in neuem Gewand: Zentralisierungsprozesse bei internationalen Großunternehmen
In dem Artikel werden Gründe für eine Zentralisierung der Steuerungs- und Kontrollfunktionen in Transnationalen Unternehmen besprochen. Die forschungsleitenden Hypothesen werden anhand eines praktischen Beispiels von LGS Group1 verifiziert. Im Ergebnis zeigt sich, dass die großen, internationalen Unternehmen, sich verstärkt von dezentralen Ideen abwenden und wieder zu alten, zentralisierten Managementsystemen zurückkehren.
6 Berufsstart von Hochschulabsolventen am Beispiel der Partnerstädte Rzeszów und Bielefeld
In der vorliegenden Abhandlung wird die Problematik der Berufsperspektiven von Hochschulabsolventen auf ihren einheimischen Arbeitsmärkten in den „alten” und „neuen” EULändern an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert behandelt. Erwartungen und Chancen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben werden am Beispiel der Absolventen von Hochschulen in Rzeszów und Bielefeld im Ergebnis einer Befragung dargestellt. Insbesondere geht es um die Chancen und Gefahren, denen junge Menschen ausgesetzt werden, sowie die Feststellung, wie die tatsächlichen Bedingungen für ihren Start ins Berufsleben sind. Ferner um die Beurteilung, inwieweit ihre berufliche Vorbereitung an die Bedürfnisse der Arbeitsmärkte in beiden Ländern angepasst ist. Im Ergebnis zeigt sich, dass die befragten Hochschulabsolventen unter vielen Aspekten sehr ähnliche Meinungen haben. Es gibt jedoch auch Bereiche, in denen die Bedingungen für den Berufsstart der Befragten aus Rzeszów und Bielefeld unterschiedlich sind.
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