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Osteuropa-Wirtschaft Ausgabe 3 / 2008
Sowohl Wirtschaftswissenschaftler als auch Praktiker berichten und analysieren in Aufsätzen über Wirtschaftsentwicklung, Transformationsprobleme und -fortschritte, strukturelle Besonderheiten und Wirtschaftspolitik in den Ländern Mittelosteuropas und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie über Besonderheiten des Ost-West-Handels. Konferenzberichte informieren über einschlägige Fachtagungen und Buchbesprechungen halten die Leserschaft über wichtige Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Osteuropa-Wirtschaft ist damit die führende wirtschaftswissenschaftliche Spezialzeitschrift mit starker Politik- und Praxisorientierung im Bereich Ostökonomie.
Einzelheft 3/2008
0 OEW 03/2008
Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V
Aufsätze
2 Der deutsche Außenhandel mit den neuen EUMitgliedsländern aus Mittel- und Osteuropa: Ein Überblick
In diesem Beitrag wird ein Überblick über die Entwicklung des deutschen Außenhandels mit den neuen Mitgliedsländern der EU aus Mittel- und Osteuropa gegeben (MOEL). Der deutsche Außenhandel mit den MOEL hat sich bereits seit Anfang der 90er Jahre dynamischer entwickelt als der deutsche Außenhandel insgesamt bzw. mit den alten EUMitgliedsländern. In den letzten drei Jahren hat sich das Wachstum der Ex- und Importe Deutschlands in die bzw. aus den neuen Mitgliedsländern sogar noch etwas beschleunigt. Mit Ausnahme des Jahres 2003 konnte Deutschland im gesamten Betrachtungszeitraum im Handel mit den MOEL hohe Überschüsse verzeichnen, die in den letzten drei Jahren Höchststände erreicht haben. Die Analyse der Warenstruktur des deutschen Außenhandels mit den MOEL macht deutlich, dass die deutschen Industriezweige in der Vergangenheit einem erheblichen sektoralen Anpassungsdruck ausgesetzt waren. Gleichzeitig hat aber der Anteil des intraindustriellen Handels, also der Handel innerhalb derselben Industriezweige, im Zeitablauf deutlich zugenommen. Die Befunde sprechen dafür, dass die neuen Mitgliedsstaaten im industriellen Bereich zunehmend mit ähnlichen Technologien wie Deutschland fertigen und der strukturelle Anpassungsdruck daher künftig geringer ausfallen wird.
3 Russlands außenwirtschaftliche Beziehungen 2000-2007
Russland Verflechtung mit der Weltwirtschaft beruht bis heute auf dem Export von Rohstoffen. Haupthandelspartner sind 2007 auf der Exportseite die Niederlande, Italien und Deutschland sowie auf der Importseite Deutschland, China und Japan. Bei den Auslandsinvestitionen lassen sich Herkunfts- und Zielländer nicht klar feststellen, da Offshore- Finanzzentren dazwischen geschaltet sind. Russland ist Mitglied in einer Reihe von Wirtschaftsgemeinschaften, jedoch 2007 noch kein WTO-Mitglied, da der Beitrittsprozess in Russland lange nicht Chefsache war.
4 Der russische Versicherungsmarkt und seine Regulierung
Ein russischer Versicherungsmarkt existiert praktisch erst seit 1992. Die zunächst weitgehend ungeregelten Verhältnisse wurden mittlerweile durch umfangreiche staatliche Eingriffe neu geordnet. Damit ist die Zeit der Goldgräberstimmung auf dem russischen Versicherungsmarkt vorüber und es ist zweifellos eine fortschreitende Professionalisierung sowie das Bemühen um klare rechtliche Rahmenbedingungen und Transparenz der Geschäftstätigkeit erkennbar. Der Beitrag diskutiert den gegenwärtigen Stand und Entwicklungspotentiale des russischen Versicherungsmarktes. Ausführlich dargestellt wird das regulatorische Umfeld mit Blick auf das Zulassungsverfahren und das laufende Aufsichtshandeln. Dabei stehen Fragen der Finanzaufsicht, insbesondere der Kapitalausstattung sowie der Besteuerung im Mittelpunkt der Ausführungen.
5 Korruptionsbekämpfung in Rumänien Gesetzeslage und Entwicklung 2005-2007
Der Beitrag stellt den Versuch dar, einen möglichst umfassenden Überblick über die Entwicklung der Korruptionsbekämpfung der letzten Jahre und Monate in Rumänien zu geben. Dabei wird besonders die bestehende Gesetzeslage, die Verwaltungsstruktur und die Einschätzungen der europäischen Kommission dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die neu gegründete Integritätsagentur, ihre Struktur und Kompetenzen, gerichtet werden. Die Errichtung Behörde zur Feststellung von Vermögenswerten von Staatsdienern war eine besondere Beitrittsvoraussetzung für Rumänien und stellt eine bisher in EU Staaten einmalige Einrichtung zur Offenlegung ungerechtfertigter Vermögensmehrung von Amtsträgern und öffentlichen Bediensteten dar. Korruption ist in Rumänien in sehr vielen Bereichen weiterhin überaus lebendig und stellte regelmäßig den Schwerpunkt internationaler Beurteilungen zum Land dar. Im Jahr vor dem EU Beitritt hatte auch die europäische Kommission hier einen rechtlichen Schwerpunkt gesetzt. 1 Jahr nach dem EU Beitritts Rumäniens zum 1.1.2007 bleibt die Korruptionsproblematik im Fokus internationaler Beobachter. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Strukturen Ergebnisse erzielen können und möglicherweise Vobildfunktionen für andere Länder abgeben können.
Neuerscheinungen

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