Schicksalsschwere Zeiten

Jäntti, Ahti; Holtkamp, Marion

Schicksalsschwere Zeiten

Marschall Mannerheim und die deutsch-finnischen Beziehungen 1939-1945

Reihe Schriftenreihe des Finnland-Instituts in Deutschland, Band-Nr. 1
unverbindliche Preisempfehlung:
Bestell-Nr 8686
ISBN 978-3-87061-686-1
erschienen 01.01.1997
Format kartoniert
Umfang 120
Gewicht 133 g
Preis 6,00
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"Schicksalsschwere Zeiten" waren die Jahre des Zweiten Weltkriegs auch für die damals wenige Jahrzehnte junge finnische Republik: Im Winterkrieg (1939-1940) sah sich Finnland allein der sowjetischen Armee gegenüber; im Fortsetzungskrieg (1941-1944) gegen die Sowjetunion spielte die sogenannte Waffenbrüderschaft mit Deutschland eine umso größere Rolle. Im Lappland-Feldzug (1944-1945) schließlich sollte die deutsche Armee gemäß der Moskauer Waffenstillstandsverhandlungen vertrieben werden; ihre Taktik der "verbrannten Erde" legte etliche nordfinnische Städte und Dörfer in Schutt und Asche.
Der Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte und spätere Staatspräsident Carl Gustav Emil Mannerheim (1867-1951) prägte diese Phase, in der die Existenz des autonomen Finnlands auf dem Spiel stand, wie keine andere Persönlichkeit. Marschall Mannerheim wurde in Finnland schon bald zum Mythos, und viele Finnen verehren ihn noch heute. Dabei ist seine Person auch mit der traumatischen Erinnerung an den blutigen Bürgerkrieg verbunden, dem die Unabhängigkeit der Republik Finnland, ausgerufen am 6. Dezember 1917, vorausging: Mannerheim befehligte die siegreichen "weißen" Truppen, deren Konfrontation mit den linksgerichteten "roten" Finnlands einzigen, grausamen Bürgerkrieg hervorbrachte.
Die in der vorliegenden Publikation gesammelten Vorträge des in Berlin abgehaltenen Symposiums beleuchten das deutsch-finnische Verhältnis um die Jahre 1939 bis 1945. Sie liefern darüber hinaus Ansätze zum Verständnis der finnischen Republik nach dem Zweiten Weltkrieg.
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