Pranger 3.0 – Wie moderne Medien den Rechtsstaat gefährden

Arnold, Jörg

Pranger 3.0 – Wie moderne Medien den Rechtsstaat gefährden

Erfahrungen der Strafverteidigung und kritische Betrachtungen

Bestell-Nr 5004
ISBN 978-3-8305-5004-4
erschienen 02.12.2019
Format kartoniert
Umfang 67 S.
Gewicht 114 g
Preis 24,00
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Die Moderne hat den Pranger nicht abgeschafft, sondern nur neu erfunden: Der Schauplatz für die öffentliche Vorführung und Beschämung von Personen ist im 21. Jahrhundert digital. Justiz und Strafverteidigung sind davon unmittelbar betroffen. Nicht nur Verdächtige, Beschuldigte und Angeklagte werden unter Aushöhlung der Unschuldsvermutung an den medialen Pranger gestellt – auch deren Verteidigerinnen und Verteidiger finden sich dort immer öfter wieder. Die damit einhergehenden öffentlichen Angriffe und das wechselseitige Zusammenspiel zwischen Medien, Politik und Justiz gefährden unseren Rechtsstaat. Für die Strafverteidigung erwachsen daraus u. a. neue Anforderungen im Umgang mit den Medien.
Jörg Arnold versammelt in diesem Band Praxisberichte von Strafverteidigerinnen und Strafverteidigern sowie aktuelle Fälle, in denen der mediale Pranger eine zentrale Rolle spielt. Der kritischen Betrachtung dieser Beispiele in einem gesellschafts- und justizpolitischen Kontext folgt ein eindringliches Plädoyer: Die Verteidigung des Rechtsstaates verlangt eine emanzipatorische, widerstandsfähige Strafverteidigung.
Der Autor
Prof. Dr. Jörg Arnold, geb. 1957, Studium der Rechtswissenschaft an der HU Berlin, 1986 Promotion, 1989/1994 Habilitation, seit 1991 am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht (Freiburg i. Br.). Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Theorie des Systemunrechts, Recht und Wissenschaft der Strafverteidigung.
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