Polens diensteifriger General

Vetter, Reinhold

Polens diensteifriger General

Späte Einsichten des Kommunisten Wojciech Jaruzelski

Bestell-Nr 3861
ISBN 978-3-8305-3861-5
erschienen 21.03.2018
Umfang 410 S.
Gewicht 558 g
Preis 37,00
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Wojciech Jaruzelski (1923 – 2014), Berufsoffizier und Politiker, hat die Geschicke Polens bis 1990 maßgeblich mitgeprägt. Als einer der jüngsten Generäle der polnischen Militärgeschichte stieg er die Karriereleiter zielstrebig nach oben, wurde Verteidigungsminister, Ministerpräsident, Parteichef und Staatspräsident.
1923 geboren, erlebte Jaruzelski das konservativ-nationalistische Vorkriegspolen, die Besetzung des Landes durch Wehrmacht und Rote Armee, die Deportation seiner Familie nach Sibirien, den Kampf gegen die Wehrmacht, später dann die verschiedenen Metamorphosen des polnischen Sozialismus vom Stalinismus bis zum „liberalen“ Gierek-Regime. In den späten 1980er Jahren erkannte er, dass sich das vorherrschende ideologische, politische und ökonomische Modell überlebt hatte. Auf der Seite der kommunistischen Machthaber öffnete Jaruzelski 1988 –1989 die Tür für Verhandlungen mit der damaligen demokratischen Opposition, die Polen den Weg in eine parlamentarische Demokratie öffneten.
Mit diesem Buch legt Reinhold Vetter die erste wissenschaftliche Biografie Wojciech Jaruzelskis im deutschsprachigen Raum vor.

Dieses Buch enthält 4 s/w Fotos


Der Autor
Reinhold Vetter, geb. 1946, zählt zu den besten Kennern der polnischen Zeitgeschichte und lebt und arbeitet seit langem in Polen. Im Berliner Wissenschafts-Verlag hat er Biografien des polnischen Arbeiterführers und Staatspräsidenten Lech Walesa sowie des verstorbenen polnischen Historikers, Bürgerrechtlers, Außenministers und EU-Parlamentariers Bronislaw Geremek publiziert.
Rezensionen
"Eine beachtliche Recherche- und Analyseleistung. Bis in die Verästelungen von Leben und Karriere hinein seziert [Vetter] späte Rechtfertigungen des Generals ebenso wir die Kontroversen um ihn. Eine gelungene Biografie, die Kennern wie Interessierten gleichermaßen Neues bietet."
– Melanie Longerich, Deutschlandfunk (Andruck), 16.07.2018
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