Autonomie für eine Dritte Gewalt in Europa / Autonomy for a Third Power in Europe

Albrecht, Peter-Alexis (Hrsg.)

Autonomie für eine Dritte Gewalt in Europa / Autonomy for a Third Power in Europe

Transferaufgabe für aufgeklärte Gesellschaften der Vernunft / A transfer task for enlightened and rational European societies

Reihe Gesellschaft versus Recht
Bestell-Nr 3801
ISBN 978-3-8305-3801-1
erschienen 22.06.2018
Format Hardcover
Umfang 922 S.
Gewicht 1449 g
Preis 98,00
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Die persönliche Unabhängigkeit ist deutschen Richterinnen und Richtern durch die Verfassung garantiert. Aber was nutzt Unabhängigkeit, wenn die Bedingungen, unter denen Gerechtigkeit hergestellt werden soll, von der machtnahen exekutiven Gewalt vorherrschend bestimmt werden?

In Deutschland fehlt die institutionelle Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Dritten Gewalt als Umsetzung des Prinzips der Gewaltenteilung und der Balance of Power. 25 Länder der EU bemühen sich um justizielle Autonomie, Deutschland tut das nicht. Dabei ist Augenhöhe mit Exekutive und Legislative Voraussetzung für die Wirksamkeit des unparteiischen Kontrollauftrags der gesamten Dritten Gewalt. Auch fehlt der Richterschaft die angemessene Partizipation am Gewalten-Organ ‚Justizsystem‘ – vielerorts in Europa.

Dieser auf Erfahrungswissen europäischer Richter basierende Sammelband gibt Einblick in Stand und Details der Verwirklichung justizieller Autonomie in zahlreichen europäischen Ländern. Das zeigt sich herausragend und ermutigend dort, wo demokratisches Selbstbewusstsein historisch gewachsen und souverän entfaltet ist. Derartige Erkenntnisse sollten denen Hoffnung geben, die sich für die Autonomie der Dritten Gewalt in Europa engagiert einsetzen – leider oft ungehört.

Dieses Buch enthält 1 s/w Abb.

Der Herausgeber
Prof. em. Dr. Peter-Alexis Albrecht ist Jurist, Kriminologe (Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie, Universität Frankfurt A. M.) und Vorstand der Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung.
Rezensionen
"Sollte mal wieder in der Rechtssoziologie die Frage nach dem Funktionieren der Justiz in den Fokus des Interesses geraten, wird niemand auf die reichen Informationen aus diesem Buch verzichten können. Das hier versammelte Material ist obendrein eine Fundgrube für die Rechtssoziologie, für die Justizforschung."
– Christoph Strecker, Betrifft Justiz, Nr. 136, S. 195

"In seiner Ausführlichkeit, Differenziertheit und Vollständigkeit der Themen ist er wohl für die Debatte (deren Notwendigkeit nicht bestritten werden kann) der fundierteste und vielschichtigste Beitrag auf dem Markt."
– Hasso Lieber, Richter ohne Robe 04/2018

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