Rudolf Lehmann, ein bürgerlicher Historiker und Archivar am Rande der DDR

Gockel, Michael (Hrsg.)

Rudolf Lehmann, ein bürgerlicher Historiker und Archivar am Rande der DDR

Tagebücher 1945–1964

Reihe Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Band-Nr. 70
Bestell-Nr 3745
ISBN 978-3-8305-3745-8
erschienen 03.11.2018
Format Hardcover
Umfang 632 S.
Gewicht 1116 g
Preis 79,00
Blick ins Buch E-Book-Ausgabe
Auf die Merkliste In den Warenkorb
Rudolf Lehmann (1891–1984), der führende Landeshistoriker der Niederlausitz, trug seit 1949 vom Landesarchiv Lübben aus als dessen Leiter durch seine archivischen Leistungen, seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen und seine wissenschaftsorganisatorischen Initiativen maßgeblich zur Wiederbelebung der brandenburgischen Landesgeschichtsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Der bürgerliche Archivar und Historiker geriet dabei aber zunehmend in Konflikte mit dem SED-Staat um seine wissenschaftliche Freiheit und sah sich daher zuerst zum Rückzug vom Amt, später zur Übersiedlung in die Bundesrepublik gezwungen. Seine eindringlichen Tagebücher aus den Jahren 1945–1964 beleuchten darüber hinaus eindrucksvoll die Politik der frühen DDR zur gesellschaftlichen Durchsetzung der kommunistischen Diktatur.
Der editorische Sachkommentar und die Einleitung verhelfen zu einem vertieften Verständnis der Tagebucheinträge und ordnen ihre subjektiven Bekenntnisse in übergeordnete allgemein- und wissenschaftspolitische Zusammenhänge ein.

Dieses Buch enhält 9 s/w Fotos.

Der Herausgeber
Dr. Michael Gockel, geb. 1937, studierte Geschichte und Latein in Frankfurt/Main. 1969 Promotion an der Universität Marburg. 1968–1970 Referendariat (Assessor des Archivwesens). 1970 Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen. 1971–2002 Akademischer Rat/Oberrat am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg, Abteilung Forschungsstelle für geschichtliche Landeskunde Mitteldeutschlands.
×