Osteuropa 8-10/2016

Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (Hrsg.)

Osteuropa 8-10/2016

Utopie und Gewalt - Andrej Platonov: Die Moderne schreiben

Bestell-Nr 3658
ISBN 978-3-8305-3658-1
erschienen 25.11.2016
Format kartoniert
Umfang 738 S.
Gewicht 738 g
Preis 32,00
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In dem Band über Utopie und Gewalt betrachten 25 Autoren das revolutionäre Streben nach einer besseren Zukunft und die Massengewalt, mit der in der Sowjetunion der 1920er und 1930er Jahre Vergangenheit und Gegenwart zerstört wurden. Ihr Objektiv: Der Schriftsteller Andrej Platonov, einer der wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der in eine Reihe mit Kafka und Joyce zu stellen ist und wie kein zweiter die Machbarkeit der Utopie seziert und den Preis für diesen Versuch benannt hat: Seine Sprache ist so grausam, wie die Wirklichkeit, die sie beschreibt (Serhij Zhadan in diesem Band).
Es geht um Enthusiasmus und Enttäuschung, um technologische Umbrüche und den neuen Menschen, um die Gewaltexzesse während der Industrialisierung, die Massenvertreibung und -vernichtung während der Kollektivierung sowie die Schikanen der Geheimpolizei. Die Autoren des Bandes betrachten Leben und Werk des Zeitzeugen und Chronisten Platonov, analysieren seine Romane und Erzählungen mit dem großen Instrumentenkasten der Literaturwissenschaft und gehen der Rezeption Platonovs ebenso nach, wie der Inspiration, die er Filmemachern und Musikern gab. Im Zentrum steht die "Baugrube" (Kotlovan), jenes Werk, in dem sich Platonovs Meisterschaft verdichtet und das seit Dezember 2016 in einer Neuübersetzung auf Deutsch vorliegt.

Der OSTEUROPA-Band enthält auf 528 Seiten 25 Beiträge, 10 erstmals auf Deutsch erscheinende publizistische Texte Platonovs sowie die Impressionen von 10 Gegenwartsschriftstellern bei der Platonov-Lektüre.


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Rezensionen
„Ein veritables Handbuch zu Politik und Kultur der Stalinzeit“ (Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel, 15. Januar 2017, S. 26)
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