Estnische Gespräche über Wirtschaftspolitik 02/2011

Univ. Tartu, TU Tallinn, FH Kiel, Univ. Greifswald (Hrsg.)

Estnische Gespräche über Wirtschaftspolitik 02/2011

Aktuelle Fragen der Wirtschaftspolitik (+ CD-ROM)

Bestell-Nr 1941
ISBN 978-3-8305-1941-6
erschienen 27.10.2011
Format kartoniert
Umfang 115
Gewicht 182 g
Preis 29,00
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1962 präsentierte die Kommission der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unter dem deutschen Politiker Walter Hallstein erste Vorschläge für eine Europäische Währungsunion (EWU). Diese führten 1979 auf Initiativen von Frankreichs Präsident Valery Giscard d'Estaing und dem deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt zum Beschluss des Europäischen Rates, ein Europäisches Währungssystem (EWS) zu entwickeln. Dieses Projekt wurde dann 1992 durch den Maastrichter Vertrag konkretisiert. Heute, zwölf Jahre nach seiner Einführung am 1. Januar 1999, steht das EWS durch die Schulden seiner Mitgliederstaaten dicht vor dem Abgrund. Allein Griechenland hat bei den 90 Banken, die am europäischen Stresstest teilgenommen haben, Schulden in Höhe von 98,2 Milliarden Euro angehäuft. Irland und Portugal stehen bei diesen Banken mit 52,7 und 43,2 im Debet. Hinzu kommen die Bankschulden der wesentlich größeren Eurostaaten Italien und Spanien. Hätten diese Banken ihre Staatsanleihen der hoch verschuldeten Länder zu aktuellen Kursen bilanziert, wären deren Eigenkapitalquoten deutlich niedriger ausgefallen, und sie hätten möglicherweise die Stresstests gar nicht bestanden.
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