Wille und Hypothese - Zur Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung im Zivil- und Strafrecht

Garbe, Manuel

Wille und Hypothese - Zur Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung im Zivil- und Strafrecht

Reihe Berliner Juristische Universitätsschriften, Strafrecht, Band-Nr. 39
Bestell-Nr 1892
ISBN 978-3-8305-1892-1
erschienen 26.05.2011
Format kartoniert
Umfang 385
Gewicht 483 g
Preis 49,00
Auf die Merkliste In den Warenkorb
Der Autor geht der Frage nach, ob im Strafrecht der Einwand von Bedeutung sein kann, eine geschädigte Person hätte bei ordnungsgemäßer Aufklärung ebenfalls in die schädigende Handlung eingewilligt. Dabei analysiert der Autor zunächst die Rechtslage vor allem im zivilen Arzthaftungsrecht, für das die eingangs kurz beschriebene Figur der hypothetischen Einwilligung entwickelt wurde, und überträgt die erarbeiteten Ergebnisse dann in das Strafrecht. Er gelangt zu dem Schluss, dass die oben genannte Hypothese auch im Strafrecht in den von ihm aufgezeigten Grenzen zulässig ist.
Bei der hypothetischen Einwilligung handelt es sich nach Auffassung des Autors zwar um Fälle der irrtümlichen Einwilligung. Jedoch führt mangels Zurechenbarkeit der Mangel nicht zur Unwirksamkeit der tatsächlichen Einwilligung, sodass der Täter gleichwohl gerechtfertigt ist.

Dr. Manuel Garbe, geb. 1979, studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Referendariat 2007–2009 am Kammergericht Berlin. Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin 2010. Seit 2010 Richter beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin.
×