Legalität und Opportunität im Strafprozess

Dettmar, Juliane Sophia

Legalität und Opportunität im Strafprozess

Reformdiskussion und Gesetzgebung von 1877 bis 1933

Reihe Juristische Zeitgeschichte: Beiträge zur modernen Deutschen Strafgesetzgebung
Bestell-Nr 1514
ISBN 978-3-8305-1514-2
erschienen 15.01.2008
Format Hardcover
Umfang 351
Gewicht 698 g
Preis 59,00
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ERSTER TEIL: GRUNDLAGEN
1. Kapitel: Sachliche Grundlegung – 3
A) Einleitung: Überblick und Problemstellung – 3
B) Methoden und Fragestellungen – 7
C) Forschungsstand – 9
D) Darstellungsweise – 10
2. Kapitel: Historische Grundlegung – 11
A) Einleitung – 11
B) Inquisitionsprozess als Basis – 12
C) Konzeptionen der Staatsanwaltschaft nach den Reformvorschlägen – 15
D) Frankreich als Vorbild – 19
E) Die partikularstaatliche Reformgesetzgebung – 23
I. Einleitung – 23
II. Baden, Württemberg – 28
III. Preußen – 35
IV. Hessen-Darmstadt, Rheinhessen, Nassau, Kurhessen – 42
V. Bayern, Braunschweig, Österreich – 46
VI. Thüringische Staaten, Hannover – 52
VII. Sachsen, Bremen, Hamburg – 56
VIII. Fazit – 59

ZWEITER TEIL: ENTWICKLUNG SEIT 1870
3. Kapitel: Reformdruck der Wissenschaft – 69
A) Einleitung – 69
B) Einflussnahme der Wissenschaft – 70
I. Befürworter des Opportunitätsprinzips – 71
II. Befürworter des Legalitätsprinzips – 73
C) Einflussnahme der Juristentage – 75
I. Verhandlungen des 1. Deutschen Juristentages 1860 in Berlin – 75
II. Verhandlungen des 2. Deutschen Juristentages 1861 in Dresden – 76
III. Fortgang der Debatte – 81
D) Fazit – 84
4. Kapitel: Gesetzgeberischer Weg zur Reichsstrafprozessordnung – 89
A) Entwurf einer StPO für den Norddeutschen Bund 1870 – 89
I. Ausarbeitung des Entwurfs durch Preußen – 90
II. Regelung der Strafverfolgung – 91
B) Entwurf einer Deutschen StPO 1873 – 92
I. Überarbeitung des Entwurfs durch Preußen – 92
II. Regelung der Strafverfolgung – 93
III. Beratungen in der StPO-Kommission des Bundesrats – 94
IV. Kritik der Wissenschaft – 95
1. Kritik in der Literatur – 95
2. Verhandlungen des 12. Deutschen Juristentages 1875 in Nürnberg – 96
3. Fazit – 97
C) Verhandlungen im Justizausschuss des Bundesrats 1874 – 98
D) Reichstagsvorlage 1874 – 99
E) Beratungen in der Justizkommission des Reichstags 1875–1876 – 100
I. Erste Lesung der Justizkommission des Reichstags – 100
II. Zweite Lesung der Justizkommission des Reichstags – 105
F) Reichsstrafprozessordnung vom 1. Februar 1877 – 105
G) Fazit – 107
5. Kapitel: Reformversuche und Gesetzgebung bis zum ersten Weltkrieg – 109
A) Reaktion der Wissenschaft – 109
I. Befürworter des Legalitätsprinzips – 109
II. Befürworter von Opportunitätserwägungen – 111
III. Fazit – 112
B) Verhandlungen des 19. Deutschen Juristentages 1888 in Stettin – 113
C) Parlamentarische Anläufe zur Entschärfung des Legalitätsprinzips 1895 und 1899 – 114
I. Reformbestrebungen 1895 – 114
II. Reformbestrebungen 1899 – 116
III. Reaktion der Wissenschaft – 117
IV. Fazit – 119
D) Beschlüsse der Reformkommission 1903–1905 – 121
I. Kommissionsvorschläge zur Einschränkung des Legalitätsprinzips – 122
II. Verhandlungen der IKV 1906 – 126
III. Verhandlungen des 29. Deutschen Juristentages 1908 in Karlsruhe – 129
IV. Reaktion der Wissenschaft außerhalb der juristischen Vereinigungen – 130
V. Fazit – 131
E) Entwurf einer Strafprozessordnung 1908 und 1909 – 136
I. Erörterungen unter den verbündeten Regierungen – 136
II. Einführung des Opportunitätsprinzips – 146
III. Verhandlungen des 29. Deutschen Juristentages 1908 in Karlsruhe – 151
IV. Verhandlungen der IKV 1909 – 156
V. Stellungnahmen von Anwalt- und Richtervereinen – 158
VI. Reaktionen außerhalb der juristischen Vereinigungen – 159
VII. Scheitern im Reichstag – 163
VIII. Fazit – 169
6. Kapitel: Weimarer Republik – 174
A) Einleitung – 174
B) Der Entwurf Goldschmidt/Schiffer von 1919/20 (E GRSt) – 179
I. Landsbergs Novellierungsprojekt – 179
II. Die Arbeitsgruppe unter Justizminister Schiffer – 180
III. Der Regelungsvorschlag des E GRSt zum Anklagezwang – 182
IV. Reaktion der Wissenschaft – 186
V. Haltung der Länder und Scheitern des Projekts – 189
VI. Fazit – 192
C) Die Lex Emminger vom 4. Januar 1924 – 195
I. Einleitung – 195
II. Einführung des Opportunitätsprinzips – 205
III. Abänderungsanträge im Reichstag – 210
IV. Reaktion der Wissenschaft außerhalb der juristischen Vereinigungen – 211
V. Reaktionen juristischer Gremien – 215
VI. Fazit – 217
D) Die Zeit bis zum Zerfall der Weimarer Republik – 225
I. Der „Amtliche Entwurf eines Einführungsgesetzes zum Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuch und zum Strafvollzugsgesetz“ 1929/30 (AE EGStGB) – 225
1. Der Regelungsvorschlag der Reichsratsvorlage AE EGStGB auf dem Gebiet der Strafverfolgung – 229
2. Reaktion der Wissenschaft außerhalb der juristischen Vereinigungen – 233
3. Reaktion eines juristischen Gremiums – 234
4. Beratungen im Unterausschuss des Reichsrats – 235
5. Das Deutsche Auslieferungsgesetz vom 23. Dezember 1929 – 236
6. Die Reichstagsvorlage AE EGStGB – 237
7. Reaktion der Wissenschaft – 239
8. Fazit – 240
II. Die Notverordnung vom 6. Oktober 1931 – 241
1. Die Neuregelung auf dem Gebiet der Strafverfolgung – 241
2. Reaktion der Wissenschaft – 242
3. Fazit – 243

DRITTER TEIL: SCHLUSSBETRACHTUNG
7. Kapitel: Zusammenfassung und Würdigung – 249
A) Die Entwicklung der Opportunitätsvorschriften – 249
I. Die Entwicklung bis zu den ersten Vorschlägen auf Aufnahme von Opportunitätsvorschriften 1903/05 – 249
II. Die Einfügung von Opportunitätsvorschriften – 255
III. Insbesondere: die Fälle absoluter Geringfügigkeit – 256
1. Übertretungen – 256
2. Vergehen – 257
IV. Die Absicherung der Verletzteninteressen – 258
1. Überblick – 258
2. Bestimmungsrecht des Geschädigten über die Anklageerhebung – 262
3. Anhörungsrecht des Geschädigten vor Erlass einer Einstellungsentscheidung – 263
4. Subsidiäre Privat- oder Popularklage im Falle einer Nichtanklage – 263
5. Erfordernis richterlicher Zustimmung zur Nichtanklage – 265
6. Klageerzwingungsverfahren gegen Opportunitätseinstellungen – 266
V. Der Machtzuwachs der Staatsanwaltschaft – 269
B) Die wissenschaftlichen Stellungnahmen – 274
I. Konstanten in der Reformdiskussion – 274
II. Der Einfluss der wissenschaftlichen Kritik auf die Reformgeschichte – 278
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