Ausgehverbot für Jugendliche ("Juvenile Curfew") in den USA

Franz, Oliver

Ausgehverbot für Jugendliche ("Juvenile Curfew") in den USA

Reformdiskussion und Gesetzgebung seit dem 19. Jahrhundert

Reihe Juristische Zeitgeschichte. Abt. 5, Band-Nr. 5
Bestell-Nr 0432
ISBN 978-3-8305-0432-0
Format Hardcover
Umfang 317
Gewicht 647 g
Preis 45,00
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Ausgehverbote für Jugendliche werden häufig als Allheilmittel bei der Bekämpfung von Kriminalität und Viktimisierung Jugendlicher propagiert. Erstmalig vor 100 Jahren eingeführt, erlebt dieses ordnungspolitische Instrument in den Großstädten der USA eine Renaissance. Der Verfasser durchleuchtet zunächst die Entwicklung, den Inhalt und die verfassungsrechtliche Legitimation verschiedener kommunaler Ausgehverbote unter Berücksichtigung der aktuellen amerikanischen Präventionsstrategien. Neben der zentralen Frage nach dem Einfluß eines Ausgehverbotes auf die Jugenddelinquenz widmet sich die Abhandlung auch dem Aspekt der generellen Durchsetzbarkeit der Vorschrift sowie der Diskussion über das Risiko des Mißbrauchs durch staatliche Kontrollorgane. Angesichts vergleichbarer Strukturen setzt sich die Arbeit schließlich mit der Polizeiverordnung vom 9. März 1940 auseinander, mit der seinerzeit ein nächtliches Ausgehverbot für Jugendliche in Deutschland verhängt wurde.
Rezensionen
"Man sollte die juristische Dissertation von Oliver Franz über Ausgehverbote für Jugendliche in den Vereinigten Staaten und im Nationalsozialismus nicht nur wegen des zu befürchtenden (Re-)Imports dieses Instruments nach Deutschland aufmerksam lesen."
– Milos Vec, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2001 (vollständige Rezension lesen)
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