Joe Bidens Amerika

Benedikter, Roland

Joe Bidens Amerika

Einführung in ein gespaltenes Land

Bestell-Nr 5129
ISBN 978-3-8305-5129-4
erschienen 15.12.2021
Format kartoniert
Umfang ca. 400 S.
Preis 43,00
Blick ins Buch
Auf die Merkliste In den Warenkorb
Joe Bidens Amerika ist tief gespalten. Donald Trumps Amtszeit hat viele Probleme der Gesellschaft sichtbar gemacht, die Biden nun lösen muss.
Wie stellt sich die amerikanische Politik unter Joe Biden dar? Welches Vermächtnis hat Donald Trump hinterlassen, und welche Auswirkungen hat es? Wie lassen sich die tieferen Ursachen, Faktoren und Treiber der aktuellen US-Entwicklung historisch einordnen?
Roland Benedikter liefert einen umfassenden Einblick in ein komplexes Land. Kompakt und allgemeinverständlich erläutert er die Hintergründe, Herausforderungen und Perspektiven der Biden-Ära und verschafft dabei auch einen Überblick über den Zustand der US-Gesellschaft und -Kultur im Allgemeinen.
Seine Analyse eignet sich für Unterricht, Entscheidungsträger und Zivilgesellschaft als Einführung in die heutigen USA – ebenso wie als Diskussionsgrundlage zur Bewertung aktueller und künftiger Ereignisse.
Der Autor
Dr. Roland Benedikter ist Forschungsprofessor für Multidisziplinäre Politikanalyse in residence am Willy Brandt Zentrum der Universität Wroclaw-Breslau, Co-Leiter des Center for Advanced Studies von Eurac Research Bozen, Mitglied des Zukunftskreises des BMBF, Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Global Advisor des Institute for Culture and Society der Western Sydney University.

Drei Fragen an Roland Benedikter
Amerika nach Afghanistan und Trump: Was ist die größte Herausforderung?
Das Land zu einen. Die Gesellschaft braucht wieder einen Minimalkonsens über grundlegende Aspekte der Zivilreligion, der Interpretation der Verfassung und des Rechtsstaats. Dieser Minimalkonsens ist in den vergangenen Jahren abhandengekommen – hauptsächlich wegen zunehmender Globalisierungswirkungen.

Ist das gespaltene Land noch zu einen?
Die USA sind und bleiben trotz Trump und der Niederlage in Afghanistan eines der globalisiertesten Länder der Erde. Am wichtigsten ist deshalb für Biden, die Ursachen des Trumpismus zu bekämpfen, indem er die „Glokalisierung“ vorantreibt. „Glokalisierung“ heißt, auf ausgewogenere Beteiligung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen an Entwicklungsgewinnen zu achten – sowohl geographisch (Küsten versus Innenländer) als auch klassen- und bildungsmäßig (Arbeiter und absteigender Mittelstand versus Eliten).

Halten Sie eine ähnliche Entwicklung in Europa, vor allem im deutschen Sprachraum für möglich?
Wachsende Asymmetrien und die spaltende Wirkung nicht bewältigter Globalisierungseffekte sind auch bei uns zu beobachten. Wir haben allerdings eine andere soziale Abfederung und auch eine andere Zivilreligion. Das Selbstverständnis sozialer Marktwirtschaft federt vieles ab, was in der kapitalistischen Konkurrenzwirtschaft USA direkter zutage tritt. Wir sollten uns trotzdem nicht zu sicher fühlen – und am Trumpismus der vergangenen Jahre lernen, damit wir Ähnliches bei uns vermeiden.
Rezensionen
„Roland Benedikters Buch gibt einen präzisen, analytischen Einblick in das Phänomen Trump, das zu verstehen vor allem Europa so viele Schwierigkeiten macht.”
– Anton Pelinka, Professor für Politikwissenschaft 1975–2006, Universität Innsbruck; Professor für Politikwissenschaft 2006–2018, Central European University Budapest; Gastprofessor 1981–2002, University of New Orleans, Stanford University, Harvard University, University of Michigan Ann Arbor

„Dieses Buch ist weit mehr als eine Einführung in die USA der Gegenwart. Es ist aktuell, kompakt und überaus konzentriert geschrieben. Es ist eine beeindruckende Analyse der Herausforderungen, mit denen die Vereinigten Staaten von Amerika in der Zeit nach dem Wechsel der Präsidentschaft konfrontiert sind. Roland Benedikter vermittelt nicht nur ein tiefes Verständnis für die Trump-Jahre und deren Bewältigung, sondern ermöglicht auch eine realistische Einschätzung der Potentiale der Biden-Ära. Die Lektüre ist im Besonderen auch jenen Akteuren zu empfehlen, die eine Verantwortung für die Neugestaltung des transatlantischen Dialoges tragen.“
– Heinrich Neisser, Jean Monnet Lehrstuhl für Europäische Integration, Universität Innsbruck, ehemaliger zweiter Nationalratspräsident des Österreichischen Parlaments, Präsident der Österreichischen Forschungsgemeinschaft (ÖFG) und Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts für Höhere Studien (IHS) Wien

„Ich schätze diese holzschnittartige Einführung in die amerikanische Politiksituation von Roland Benedikter sehr. Wir riskieren viel zu oft, die US-Politik durch unsere europäische Linse zu bewerten. Mit Blick auf das uns meist bekannte urbane Amerika verkennen wir das Stadt-Land-Gefälle und das sehr akzentuierte politische Denken vieler US-Bürger. Benedikters Analyse ist eine erfrischend andere Analyse als vieles, was sonst seit den Wahlen am 3. November 2020 geschrieben wurde. Sie ist wertvoll und lesenswert.“
– Herbert Dorfmann, Mitglied des Europäischen Parlaments, Präsident der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft (EPG) und Vorstandsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP)

„Die kultursoziologischen Passagen dieses Buches sind sehr hilfreich, um die gegenwärtigen Probleme der US-Gesellschaft und auch der ‚Postmoderne‘ zu verstehen. Darunter sind die Verweise auf den neofeudalen Charakter der Plattformen und elektronischen Medien, die ‚Werbekultur‘ als Realität ‚alternativer Fakten‘, die Rolle der Blasen und die Medien als neue Kolonialherren. Inwiefern China und sein Aufstieg in der Tat eine ‚Gefahr‘ für die USA oder den Westen darstellen, oder ob es hier um mehr oder weniger paranoide Perzeptionen in US-amerikanischen Think Tanks oder der politischen Klasse geht, die hier einen äußeren Verursacher des eigenen globalstrategischen Niedergangs suchen, diskutiert das Buch ebenfalls ausführlich. Eine empfehlenswerte Einführung in Zustand und Perspektiven des heutigen Amerika ‚von innen heraus‘.“
– Erhard Crome, Geschäftsführender Direktor des WeltTrends-Instituts für Internationale Politik, Potsdam