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Der Berliner Wissenschafts-Verlag ist ein Verlag für
anspruchsvolle wissenschaftliche Fachliteratur. Mit dreizehn Zeitschriften,
elektronischen Informationsdiensten und etwa 150 jährlichen Neuerscheinungen
beteiligt sich der BWV an der Fachkommunikation zwischen Wissenschaftlern,
Forschungseinrichtungen und der Praxis in folgenden Gebieten:
Aktuelles aus dem BWV

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Suermann, Thomas
Albert Schweitzer als »homo politicus«
Eine biographische Studie zum politischen Denken und Handeln des Friedensnobelpreisträgers
In der Öffentlichkeit wird ALBERT SCHWEITZER (1875–1965) vor allem als Arzt, Theologe oder Philosoph wahrgenommen. Hingegen ist die politische Seite des Friedensnobelpreisträgers weitgehend unbeachtet geblieben. Häufig gerät in Vergessenheit, wie sehr SCHWEITZER als politische Figur gerade in den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben und seinem Engagement zur Abschaffung der Atomwaffen das politisch-gesellschaftliche Leben in Europa und den USA mitprägte. Die vorliegende Studie nimmt im ausführlichen Rekurs auf die Werke aus dem Nachlass sowie unveröffentlichte Archivalien den »homo politicus« ALBERT SCHWEITZER anhand seiner Biographie, in der sich die bewegten Zeitläufe des 20. Jahrhunderts spiegeln, in den Blick und will auf der Basis seines politischen Lebens Grundzüge im Hinblick auf nachhaltiges politisches Handeln und menschliches Zusammenleben für heute bedenken.
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Zwei Dokumentationen des gesellschaftlichen Lebens im Dritten Reich vermitteln nicht nur die Erkenntnis, wie sehr Richter und Rechtsanwälte in das nationalsozialistische System eingebunden waren, sondern zeigen auch die Rolle, die die angepassten kirchlichen Institutionen – der katholischen wie der protestantischen Kirche – vor 1945 spielten.
Sowohl bei der Lektüre der Akten im Scheidungsverfahren „Madeheim gegen Madeheim“ als auch der Unterlagen der Amtsenthebung des evangelischen Landpfarrers Sandberger werden dem Leser die Zusammenhänge, unter denen die Betroffenen im NS-Alltag zu leiden hatten, erlebbar. Zeitzeugen kommen zu Wort und helfen besser als jede wissenschaftliche Analyse, die Lebensumstände und Einstellungen der Menschen von damals zu verstehen. |

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Goerlich, Helmut (Hrsg.)
Hitlergruß und Kirche
Aus dem Leben des gewissenhaften württembergischen Landpfarrers Wihelm Sandberger und der fränkischen Pfarrgemeinde Gründelhardt im totalen Staat
Der Hitlergruß wurde nach 1933 auch in Staat und Gesellschaft obligatorisch. Die Landeskirchen übernahmen die staatlichen Erlasse dazu, aber nur wenige Theologen durchschauten die Tragweite des Grußes. Einzelne verweigerten ihn trotz kirchlicher Anordnung.
Um einem solchen Fall geht es im vorliegenden Buch: Pfarrer Wilhelm Sandberger nannte die Gründe für seine Weigerung, auf die jedoch niemand einging. Er verlor sein kirchliches Amt.
Ein Archivar hat das vor wenigen Jahren ans Licht gebracht. Nach 1945 verhinderte dieselbe Kirche die Rückkehr ins alte Amt gegen den Willen der Ortsgemeinde.
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von der Heide, Isabella (Hrsg.)
Madeheim gegen Madeheim
Eine reichsdeutsche Scheidung,
Berlin 1938
Die Herausgeberin fand im Nachlass ihrer Schwiegermutter die Dokumente von deren Scheidungsverfahren vor dem Landgericht und dem Kammergericht Berlin. Diese spiegeln über das individuelle Schicksal hinaus – das Scheitern der Ehe durch körperlichen Nichtvollzug – die Rechtsprechung in Ehesachen im National-sozialismus der dreißiger Jahre wider.
Das Werk enthält sowohl die Gerichtsurteile als auch den wesentlichen Schriftverkehr bis hin zum Dispensgesuch an den Papst.
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Am 24. Januar 1712, also vor 300 Jahren, wurde in Berlin Friedrich der Große geboren. Anlässlich dieses Gedenktages häufen sich die Veröffentlichungen und Abhandlungen über den preußischen König und auch über seine enge Beziehung zu Voltaire, der bis 1753 am Hof in Potsdam weilte. Dabei wird die kurzzeitig sehr enge Verbindung zwischen Jean-Jaques Rousseau, der mit 50 Jahren als Bürger Genfs Untertan des preußischen Königs wurde, vernachlässigt. In dem Buch „Friedrich der Große und Jean-Jacques Rosseau - Eine verfehlte Beziehung und die Folgen“ von Jörn Sack, in dem der Autor sich auch eingehend mit der Staatstheorie Rousseaus beschäftigt, wird dargestellt, weshalb die zwei Persönlichkeiten Friedrich und Rousseau nicht zusammen fanden und deshalb die aufklärerischen Ideen über den Staat der Zukunft als ordnende Macht der Gesellschaft keinen Eingang in die Politik der damaligen Zeit gefunden haben. Dabei hätte eine gegenseitige Befruchtung zwischen Friedrich und Jean-Jaques Rousseau für die europäische Entwicklung bahnbrechend sein können.
Diese Neuerscheinung im Berliner Wissenschafts-Verlag ergänzt den Sammelband über „Französische Kultur – Aufklärung in Preußen“ in dem die Forschungen französischer Germanisten und deutscher Romanisten veröffentlicht wurden. Aus historischer, philosophischer und kulturgeschichtlicher Perspektive wird das spannungsreiche und fruchtbare Verhältnis zwischen französischer Kultur und Aufklärungsbewegung im Brandenburg-Preußen des 18. Jahrhunderts neu bewertet.
Wie intensiv die geistige Auseinandersetzung im Europa der Auflärungszeit zwischen Preußen und Frankreich war, wird bei der Lektüre der ebenfalls im BWV erschienenen Broschüre „Totengespräch zwischen Madame de Pompadour und der Jungfrau Maria“ demonstriert. Mit Regierungsantritt Friedrich des II. als König von Preußen im Jahre 1740 wurde die Aufklärung in Europa zur herrschenden Geistesströmung. Gerhard Knoll hat diesen Text, der zu Friedrichs Lebzeiten nicht veröffentlicht war und danach durch die preußische und britische Zensur verboten wurde bei bibliographischen Recherchen entdeckt und im Originaltext zusammen mit einer deutschen Übersetzung veröffentlicht.
Geistesgeschichtlich gehört dieser Text zu den kämpferischen Ideendialogen der Aufklärung und kommunikationsgeschichtlich zur Klasse der sogenannten geheimen Manuskripte. Den König von Preußen als Autor unter dieser Spezies zu finden, macht den Fund zu einer echten Überraschung und zeigt im Zusammenhang mit den staatstheoretischen und philosophischen Schriften, die in den oben genannten Bänden veröffentlicht wurden, die Bandbreite des geistigen Schaffens Friedrichs des Großen. |
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Sack, Jörn
Friedrich der Große
und Jean-Jacques Rosseau –-
Eine verfehlte Beziehung
und die Folgen
Zugleich ein Essay über den vernünftigen
und den künftigen Staat
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Fontius, Martin;
Mondot, Jean (Hrsg.)
Französische Kultur – Aufklärung in Preussen
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Friedrich II.,
König von Preußen
Totengespräch zwischen Madame de Pompadour und der Jungfrau Maria
herausgegeben
von Gerhard Knoll
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Zur weiteren Abrundung der im BWV erschienenen Literatur zur preußischen Geschichte:
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Zöbl, Dorothea
"Es ist nicht genug jekrohnt
zu werden..."
Die preussische Königskrönung
von 1701 in Königsberg und Berlin
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Knoll, Gerhard; Frenzel, Andreas
Die "Wonnegans"
Preussens Könige im Glanze vaterländischer Dichtung
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Wintzingerode, Heinrich Jobst Graf von
Schwierige Prinzen
Die Markgrafen
von Brandenburg-Schwedt
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Straubel, Rolf
„Er möchte nur wißen,
daß die Armée mir gehöret“
Friedrich II. und seine Offiziere
Ausgewählte Aspekte
der königlichen Personalpolitik
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